Fluktuationsneigung bei Fach- und Führungskräften nimmt zu Neue Studie belegt: Qualifizierte Arbeitnehmer reagieren auf steigenden Wettbewerbsdruck verstärkt mit Überlegungen zum Arbeitgeberwechsel
<p><p><p><p>Hanseatisches Personalkontor füllt geschichtliche Räume mit neu</p></p></p></p>
Von
einer Bewertung als Traumarbeitgeber sind viele Unternehmen derzeit
weit entfernt. Sieben von zehn Arbeitnehmern mit qualitativ
anspruchsvollen Beschäftigungen überlegen, in den nächsten
zwei Jahren ihre Stelle zu wechseln. Das belegt eine Studie, die das
Institut für Mittelstandsforschung der Universität Lüneburg
gemeinsam mit dem Hanseatischen Personalkontor Hapeko und dem
Online-Jobportal StepStone durchführte.
Gut
qualifizierte Arbeitnehmer fühlen sich innerhalb ihres
Unternehmens einem verschärften Wettbewerbsdruck um attraktive
Arbeitsplätze ausgesetzt, so die Studie. „Arbeitnehmer müssen
sich, nicht anders als Unternehmen, ständig gegen Mitbewerber
durchsetzen“, sagt Professor Albert Martin, Direktor des Instituts
für Mittelstandsforschung der Universität Lüneburg.
„Sie stehen daher ebenso wie Unternehmen unter einem hohen
Leistungsdruck.“ Hinzu komme, dass häufig die Qualität
der Tätigkeit nicht der Qualität der Ausbildung entspreche,
was zu Karriereenttäuschung führt. „Hochqualifizierte
Arbeitnehmer, die mit ihrem Arbeitsplatz unzufrieden sind, sind
schneller bereit, an dieser Situation etwas zu ändern“, sagt
Christoph Nehring, Geschäftsführer des Hanseatischen
Personalkontors Hapeko. Der überwiegende Teil der Befragten
trägt sich daher mit dem Gedanken, den Arbeitgeber zu wechseln.
Nur 37 Prozent wollen versuchen, beim jetzigen Arbeitgeber eine
bessere Stelle zu erhalten. Fach- und Führungskräfte,
die sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren, haben allerdings einen
deutlich geringeren Wechselwunsch.
Vor
allem große Unternehmen schneiden bei der Beurteilung nicht gut
ab. Der Wettbewerbsdruck in größeren Firmen wird als
deutlich stärker wahrgenommen als in kleineren Unternehmen,
zugleich werden auch die internen Aufstiegsmöglichkeiten in
größeren Unternehmen als deutlich schlechter empfunden.
Das Resultat ist fatal, denn Fach- und Führungskräfte
sind derzeit Mangelware. Jede fünfte Firma musste im vergangenen
Jahr wegen fehlender Technikexperten Aufträge ablehnen.
„Wir wissen: 71 Prozent der deutschen Unternehmen registrieren
derzeit einen Mangel an Fach- und Führungskräften. Um die
begehrten Kräfte zu halten, müssen Unternehmen ihre
Arbeitgebermarke stärken und ihre definierten Markenwerte
täglich für ihre Mitarbeiter erlebbar machen,“ sagt Frank
Hensgens, Vorstand der StepStone Deutschland AG. Nach
Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln,
kostet der Fachkräftemangel die deutsche
Wirtschaft pro Jahr rund 20 Milliarden Euro.
Für die Studie befragte das Institut für Mittelstandsforschung 1.650 Fach- und Führungskräfte. Die vollständige Studie erhalten Sie unter green@hapeko.de oder über sascha.theisen@stepstone.de.
Quelle: stepstone


Führungskräfte und Fachkräftemangel, wie rüsten sich die Unternehmen für die Anforderungen von Morgen?
Alle arbeiten mit Hochdruck an neuen Konzepten: Personalabteilungen, Personalentwicklung, Hochschulmarketing, PR Abteilungen der Firmen, externe Dienstleister wie Wegagenturen, alle suchen nach neuen Konzepten, bzw. verändern bewährte Konzepte, denn heute schon gibt es im IT-, Ingenieur Bereich etc. schon einen großen Mangel an Fach- und Führungskräften.
Wichtiger denn je wird es sein, die passenden Mitarbeiter/innen zu finden und ihnen dann ein Umfeld zu bieten, so dass ihre Arbeitsaufgaben zu ihren Motiven, Fähigkeiten und Kompetenzen passen, zudem der Job vom Arbeitsklima und Umfeld passt. Denn sofern das Können, Wollen und Dürfen nicht individuell zum Mitarbeiter/in passt, werden diese nicht mehr wie noch früher oder heute, Job nach Vorschrift machen und unzufrieden sein, bzw. krank werden, sondern einfach einen anderen Job suchen, denn gute Leute werden immer mehr gefragt werden. Höchstwahrscheinlich gibt es in Zukunft dann auch Kopfprämien für das Abwerben von Fach- und Führungskräften, wie z.B. heute schon in der Luftfahrtindustrie.
Kommentiert von: alexander reyss | 04. Juli 2008 at 19:10 Uhr