Höheres Bafög verbessert Finanzierung – gute Noten für Studienkredite
Zum neuen Wintersemester 2008/2009, das in diesen Tagen beginnt, verbessert sich die Finanzlage vieler Studenten. Ein Grund ist die Erhöhung der Ausbildungsförderung Bafög um zehn Prozent. Aber auch die von Banken vergebenen Studienkredite bekommen von Fachleuten immer bessere Noten. Dass sich die Investition in ein Studium lohnt, zeigt eine aktuelle Statistik der Dresdner Bank: Akademiker kommen zu deutlich mehr Vermögen als Menschen mit niedrigerem Bildungsabschluss.
Wie eine Befragung der Dresdner Bank von rund 1.000 Bürgern zeigt, geht eine höhere Bildung mit einem steigenden Kapitalvermögen einher. So gaben zwölf Prozent der Akademiker an, über Rücklagen von mehr als 75.000 Euro zu verfügen. In der Gesamtbevölkerung kommen nur fünf Prozent auf ein solch großes Geldvermögen.
Die Finanzierung des Studiums, das schnell 1.000 Euro pro Monat kostet, hat sich zu diesem Wintersemester an mehreren Stellen gebessert. Bei der staatlichen Ausbildungsförderung Bafög steigen erstmals seit 2002 wieder die Förderungssätze – und zwar um zehn Prozent auf höchstens 643 Euro. Außerdem werden die Freibeträge vom Einkommen der Auszubildenden, ihrer Ehegatten und Eltern jeweils um acht Prozent heraufgesetzt. Damit erhalten mehr Studenten einen Bafög-Anspruch.
Bafög trägt allerdings nach der vor wenigen Tagen veröffentlichten Studie "Eurostudent" der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) aus Hannover nur zu 14 Prozent zur Gesamtfinanzierung des Studiums bei. Im Durchschnitt 58 Prozent des Budgets kommen demnach von den Eltern oder dem Partner, 28 Prozent der Studentenkasse werden mit Jobs aufgefüllt. Und obwohl Studenten in Deutschland damit lange nicht so stark von Erwerbsarbeit abhängen wie beispielsweise ihre Kommilitonen in der Slowakei (zu Prozent) oder Tschechien (72 Prozent), dürften sie sich über eine seit Oktober gültige Erleichterung freuen: Minijobs mit einem Monatsverdienst bis zu 400 Euro brutto werden nicht mehr auf das Bafög angerechnet, führen also nicht zur Kürzung der Bezüge. 59 Prozent aller Studenten arbeiten regelmäßig mehr als fünf Stunden in der Woche.
Weniger Erwerbsdruck, mehr Zeit für Vorlesungen und Seminare, damit ein früheres Examen und schneller in den Job – das ist die Formel, mit der sich auch ein Studienkredit rechnet. Diese Form der Finanzierung setzt sich immer mehr bei angehenden Akademikern durch. Das CHE Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh lobt in einer aktuellen Studie, dass die meisten Anbieter die Möglichkeit von Sondertilgungen bieten und nur moderate Sicherheiten verlangen. Besonders betont wird vom CHE die Flexibilität des Modells der Dresdner Bank, die den Studienkredit in der Auszahlungsphase in Form eines Dispokredits führt. Damit ist die Auszahlungshöhe bis zu einem Limit frei wählbar, etwa wenn man wegen eines Ferienjobs weniger Geld oder wegen eines Auslandssemesters oder der Examensvorbereitung einmal mehr Geld als üblich braucht. Dadurch kann sich auch die Zinsbelastung reduzieren.
Quelle: dresdner bank
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